Das Salers-Rind ist eine alte französische Rinder-Rasse aus dem Zentralmassiv.

Das Salers-Rind ist eine sehr ursprüngliche Rinderrasse, die früher vorwiegend als Milchrasse, in neuer Zeit auch als Fleischrasse genutzt wird. In der Nähe von Salers wurden 7000 Jahre alte Höhlenbilder gefunden, die heutigen Salers-Rindern stark ähneln. Salers-Rinder weisen auch eine gewisse Ähnlichkeit mit altägyptischen roten Rindern auf. (Quelle Wiki)

Unsere Salers stammen aus einer Herde im Harz und wurden zu Beginn unseres ersten Wirtschaftsjahres hierher auf den WeidenHof umgesiedelt. Die Ursprungsherde war sehr wenig an den Umgang mit dem Menschen gewöhnt. Durch die relative Orientierungslosigkeit im neuen Lebensraum des Rieper Moors, kombiniert mit dem sehr urwüchsigen Temperament der Salers, galt es anfangs wilde Ausbrüche und aufregende Weideumzüge mit den Tieren zu bestehen.

Mittlerweile hat sich der Umgang mit der Herde komplett verändert. Die Tiere sind auf dem WeidenHof heimisch geworden. Sie kennen die Hofgrenzen und Weideflächen und fast alle Muttertiere sind handzahm.

Das ursprüngliche Temperament der Salers bleibt jedoch immer erhalten. Die Kühe sind hingebungsvolle Muttertiere, vor allem neugeborene Kälber werden extrem beschützt. Das führt dazu, dass auch bekannte Menschen nach Möglichkeit von ihnen ferngehalten werden. Kälber streicheln- nicht erlaubt. Auch die zahmste Kuh kann sich unter Umständen nicht komplett beherrschen. Auf Enge, Druck und Zwang reagieren die Salers schnell mit einer wahren Explosion von Bewegungsenergie. Als ursprüngliche Bergbewohner können die Tiere sehr hoch springen, schnell gehen alle Schwänze hoch und die Herde prescht im wilden Galopp davon. Deshalb ist es im Umgang mit ihnen sehr wichtig, die Umstände so zu gestalten, dass die Tiere den Eindruck haben alles freiwillig zu tun. Bei Weideumzügen läuft man vorneweg, muss ein Tier im Fressgitter fixiert werden wird mit Leckereien gelockt…    Das Vertrauen der Tiere in ihre menschlichen Betreuer ist mittlerweile jedoch so stark geworden, dass auch kniffligere Situationen ohne Temperamentsausbrüche zu meistern sind.

Als robuste Bergrasse sind die Salers hier im Flachland zwar landschaftlich etwas unterfordert, kommen aber mit den relativ kargen „Moorbedingungen“ sehr gut zurecht. Mit starken Niederschlägen und Hitze kommen sie gut klar. Über Schatten auf den Weideflächen und ein Dach über dem Kopf bei längerer Feuchtigkeit um den Gefrierpunkt freuen sie sich jedoch auch und danken es einem mit gutem Wachstum und stabiler Gesundheit.

Unsere altdeutschen Schwarzbunten sind da etwas mehr „verwöhn bedürftig“. Als vorwiegende Milchrasse sind ihre Ansprüche an Futterqualität und Witterungsbedingungen höher, können aber mit der ein oder anderen Extraration inmitten der Salairs gut mithalten. Das altdeutschen Schwarzbunte Niederungsvieh ist, im Gegensatz zu ihren weitverbreiteten Schwarzbunten Verwandten (Holstein Friesian), nicht ausschließlich auf Milchleistung selektiert worden. Die Tiere sind kleinrahmiger und wesentlich besser bemuskelt. Unsere Schwarzbunten stammen aus einer kleinen Milchviehherde vom Rande des Wendlands. Diese Herde entstand vor über 25 Jahren aus Tieren hier vom WeidenHof, auf dem damals ausschließlich Schwarzbunte gehalten wurden. Durch uns sind nun Tiere mit ur-ur-WeidenHofgenetik wieder hierher zurückgekommen. Mittel bis langfristig wollen wir gerne wieder eine Milchwirtschaft auf dem WeidenHof betreiben. Noch ist das ein Zukunftsklang…

Da unsere Rinderherde recht überschaubar ist, haben alle Tiere Namen. Alle hier geborenen Kälber werden auf dem WeidenHof aufgezogen. Damit die jungen weiblichen Rinder nicht zu früh tragend werden, gibt es neben der Mutterkuhherde, in der der Bulle mitläuft, eine zweite Herde. Die männlichen Kälber werden kastriert und als Ochsen „gemästet“.  Alle Kälber bleiben, bis zum nächsten Kalben der Kühe, bei ihren Müttern. Danach bilden die Ochsen zusammen mit den Mädels die zweite Herde, in der letztlich drei Jahrgänge zusammenleben. Wenn die Tiere ausgewachsen sind, mit frühestens zwei Jahren, werden aus dieser Herde Tiere zur Versorgung der Wirtschaftsgemeinschaft mit Rindfleisch geschlachtet. Dabei geben wir auch immer bekannt „wer“ geschlachtet wird. Eine Beschreibung der Tiere erfolgt aber immer erst nach Vorwarnung, nach dem organisatorischen Teil, in den entsprechenden Schlachtrundbiefen, für alle die lieber nicht so genau wissen wollen „wen“ sie da auf dem Teller haben.